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Titel?
SoLa '07
Ommen
23.7.-2.8.2007
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| . : Mittwoch, 1.8.'04 : . |
2:45 Abends, Zeltplatz Wespenlust, Holland.
Die Pfadis werden nacheinander unsanft aus ihren Träumen gerissen. Nach ein paar Minuten sind alle auf den Beinen und Wärmen sich am Feuer. Es ist sehr kalt, aber langsam merkt man wie sich der Himmel erhellt. Nach einer kurzen Aufklärung über den Scoutings-Sunrise Tag sind wir gezwungen, unserer Bestimmung zu folgen, und machen uns auf den Weg zum Aussichtsturm.
Mit nicht sehr erfreulicher Laune über den wenigen Schlaf, den die Größeren hatten, und über das schlechte Wetter erreichen wir nach einer kurzen Zeit den Aussichtsturm. Die kleinen Wölfis dürfen zuerst nicht auf die Spitze, die Größeren jedoch beginnen, sich sofort oben zu sammeln.
Und da sehen wir es, einen leuchtenden Horizont, in ein schimmerndes Rot getaucht. Aber auf der anderen Seite ist es dunkle Nacht und von oben glitzern die Sterne und leuchtet der Mond.
Ein kleines Lichtlein funkt uns vom Horizont zu. Einige sagen, es wäre die Sonne, andere behaupten, es wäre einfach ein Stahlwerk. Naja, nach einigen Minuten, in denen wir eigentlich hofften, die Sonne käme, um uns zu wärmen, müssen wir enttäuscht feststellen, dass es wirklich nur ein Stahlwerk ist.
4:28, Auf dem Aussichtsturm, immer noch Holland.
Die Leute unten werden immer unruhiger und jeder fragt sich, warum die Sonne nicht kommen will. Nach Annas Auffassung soll sie um 4:28 aufgehen. Aber nein, der Himmel wird nur im Osten heller und im Westen scheint immer noch fröhlich der Mond.
Oben beginnen die Leute, sich hinzusetzen, und versuchen, sich irgendwie warm zuhalten. Das beste Beispiel voran geben natürlich unser Dreamteam Angi und Chris. Allmählich kommen auch ein paar Kleinere zu uns vorgestoßen, aber leider müssen sie enttäuscht feststellen, dass oben nicht mehr los ist als unten.
Dazu kommt noch, dass der Hunger langsam an uns nagt. Ein paar soziale Pfadfinder gehen nach unten und besorgen eine Kleinigkeit zu essen.
In ein paar Ecken wird noch geredet, die anderen versuchen zu schlafen oder essen etwas. Aber eigentlich hat keiner mehr sonderlich Lust hier zu sitzen.
5:00, noch immer auf dem blöden Turm, das muss ich wohl nicht mehr sagen.
Keiner hat mehr so richtig Lust auf dem Turm zu hocken und allmählichen gehen wir runter. Unten gibt es wieder eine Kleinigkeit zu naschen und — leider kalten — Kakao.
Nach ein paar vergangenen Minuten merken wir, dass genau dann, als wir runter gehen, die Sonne aufgeht. Zu erschöpft um sich darüber zu ärgern, stellten wir uns in einen Kreis, um alle unser Pfadfinderversprechen zu erneuern, der eigentliche Sinn des Scoutings-Sunrise-Tag, denn genau vor 100 Jahren wurde die Pfadfinderschaft gegründet und es gab das erste Sommerlager.
Daraufhin singen wir das Pfadfinderlied und beginnen mal wieder zu essen. Ein paar Minuten später gehen wir zurück zu unserem Zeltplatz. Allerdings gibt es da keinerlei Pause, wir können nur schnell ins Klohaus flitzen, uns aufpeppen und dann (Anmerkung der Redaktion: Kleiner Zeitsprung, hervorgerufen durch das Einnicken des Autoren, passiert ;)) gibt es direkt eine Abstimmung.
Mittags, endlich am Zeltplatz, mal wieder Holland.
Es geht um ein anstehendes Geländespiel, die Kleinen sind natürlich alle dafür, aber die Größeren sind alle so kaputt und protestieren und wollen ein paar Minuten Schlaf haben. Aber daraus wird wiederum nichts, denn wir müssen unsere ganzen Lagerbauten abbauen; da wir schon vorgeschwächt waren, dauert die Arbeit ziemlich lange. Daraufhin werden dann die Pfadi-, Rover- und Juffi-Zelte abgebaut. Denn es ist der letzte Tag und somit fällt am nächsten morgen viel Stress weg. Der ganze Tag ist eigentlich einfach nur Geschufte, alles muss weggeräumt werden, der Platz muss saubergemacht werden und alles muss für die Abreise fertiggemacht werden.
Später in der Abendrunde werden dann noch die Medaillen verteilt, dazu gibts es natürlich eine separate Liste (hoffe ich mal).
Der Abend, Am Feuer, Holland.
So vergehen die Stunden, am späten Abend schlafen dann schon fast 70% aller Pfadfinder, nur ein paar tapfere Recken, darunter natürlich meine Wenigkeit, sind noch auf den Beinen und sitzen am Lagerfeuer. Dort vernichten wir dann Unmengen Stockbrot und Chips und all anderes Zeug, was wir noch finden können. Es ist ein ruhiger Abend, obwohl es der letzte Abend ist, denn in der Nacht geschehen immer mysteriöse Dinge.
In dieser Nacht kommt es nur zu ein paar Fotos, in denen Lutscha in einer Dusche mit Bierflaschen sitzt, ansonsten gibt es nicht Spannendes. Und nach einiger Zeit gehen auch die Letzten schlafen.
Somit endet ein ziemlich anstrengender, letzter Tag.
Ich möchte betonen, dass beim Schreiben dieses Berichtes keinerlei Tiere verletzt wurden...
Und Kinder, macht das bitte nicht zu Hause nach!
Sami
Als besondere Aktionen an diesem Tag — vor 100 Jahren wurden die Pfadfinder von Robert Baden-Powell gegründet — war geplant, dass wir uns in aller Herrgottsfrühe erheben wollten, um auf einem Turm in einem nahen Waldstück bei Sonnenaufgang das Pfadfinderversprechen zu erneuern. Diese weltweit stattfindende Aktion fand unter dem Titel "Scouting's Sunrise" statt.
Nachdem sich um zirka 3:30 Uhr auch die letzten verschlafenen und durchfrorenen Gesichter vor dem Lagerfeuer eingefunden hatten und von Katrin noch einmal kurz einen Überblick über das nun folgende Geschehen erhalten hatten, setzte sich unser Tross in Bewegung in Richtung Turm. Dort angekommen, verteilten wir uns alle auf die drei Etagen des Turmes, von denen die höchste 25 m über dem Boden lag, und harrten der Dinge, die da kommen sollten (aus vermeintlich zuverlässiger Quelle hatten wir erfahren, dass die Sonne um 4:28 Uhr ihr Antlitz erblicken lassen wollte). Ein heller Punkt in östlicher Richtung am Horizont entpuppte sich nach eingängigem Studium jedoch nicht als Sonne, sondern Hochofen o.Ä., sodass Warten angesagt war, was besonders die von uns störte, die sich ganz oben befanden, da hier ein eisiger Wind wehte. Als um 5:30 Uhr immer noch kein Stück Sonne zu sehen war, versammelten wir uns am Boden und erneuerten unser Pfadfinderversprechen nach einem kurzen Exkurs zum Thema Pfadfindergesetz. Die Strafe für diese Ungeduld folgte auf dem Fuß, denn als wir anschließend den Turm wieder bestiegen, befand sich die Sonne schon ein ganzes Stück über dem Horizont. Nach einer kurzen Stärkung vor Ort begaben wir uns teils ernüchtert von der Erfahrung, dass die Sonne uns ein Schnippchen geschlagen hatte, vor allem aber müde wieder in Richtung Zeltplatz.
Auf diesem erwartete uns um 8:00 Uhr (die Zwischenzeit benutzten einige, um das Schlafdefizit zumindest in Ansätzen auszukurieren) ein kurzer Festakt mit anderen Pfadfindern, die sich auf dem Zeltplatz befanden, dem Camp Staff und einigen Ehemaligen von Dort. Von den Ansprachen verstanden die wenigstens von uns mehr als einzelne Wort- bzw. Satzfetzen, da alles sämtlich auf niederländisch gesprochen wurde. Im Anschluss folgte ein gemütliches Beisammensitzen mit den anderen, wobei vom Staff vorbereitete Brötchen und Getränke verteilt wurden.
Für den Rest des Tages wurde trotz des guten Wetters kein großes Programm mehr durchgeführt: Während die Wölflinge sich nach dem Frühstück in ihre Zelte begeben und sich etwas erholen durften, waren die älteren Gruppen damit beschäftigt, schon einmal ihre Zelte abzubauen, um diese Zeit am Abreisetag einzusparen (geschlafen wurde entweder im Gemeinschaftszelt oder unter der Jurte). Auch das eigentlich für den Nachmittag angesetzte Geländespiel wurde abgeblasen, da sich auf Grund der kurzen Nacht kaum jemand der Generation 14+ in der Lage befand (oder dies zumindest vorgab), großartig über den Platz zu hetzen und Spielspaß zu vermitteln. Während die Wölflinge noch ein paar Gemeinschaftsspiele unternahmen, begab sich ein Großteil der anderen abermals an das Unternehmen "Schlafdefizit Ausgleichen".
Am Abend gab es dann den letzten großen Programmpunkt dieses Lagers: das traditionelle Verleihen der Lager-Medaillen. Insgesamt wurden die folgenden 14 Kategorien geehrt:
- Lagerbläher (Lutz)
- Maxi Musterscout (Henning)
- Master of Disaster (Sina)
- Dreamteam (offiziell Angi & Chris, wurde aber ehrenhalber weitergegeben an Jonas & Joshua)
- Lagermimose (Flo A)
- Langschläfer (Bene N)
- Drückeberger (Philipp N)
- Lagermama (Philipp K)
- Lagerpapa (Sami)
- Schmutzfink (Victor alias Pinske II)
- Lagerdiva (Eva)
- Weltbester Kloputzer (Tim)
- Gierschlund (Linda)
- Frisur 2007 (Flo N)
Im Anschluss an die Verleihung wurde der obligatorische Bollerwagen voller Anziehsachen an ihre größtenteils überraschend ausschauenden Besitzer zurückgegeben ("Ach... da ist ja mein Pulli, komisch, wie kommt der denn dahin"); die standardmäßig übrig gebliebenen Einzelstück-Socken fielen dem Lagerfeuer zum Opfer. Der Tag klang schließlich aus mit etwas Singen, wobei jeder sich Stockbrot über dem Feuer zubereiten durfte. Henning
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